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Recycling: Kann Chromstahl wiederverwertet werden?

Was ist gemeint mit Chromstahl, Chrom-Nickel-Stahl?

Welche Oberflächen gibt es für Chromstahl?

Lassen sich Chromstahl-Oberflächen gut reinigen?

 
 
 
 
Recycling: Kann Chromstahl wiederverwertet werden?
 
Stahl und deren Legierungen können zu 100% wiederverwertet werden und das bei gleicher Qualität. Die Wiederverwertung von Stahl-Schrott hat Tradition und ist auch bei den hochlegierten Edelstählen üblich.  Der Anteil von wiederverwertetem Chromstahl für die Herstellung neuer Produkte liegt bei jährlich 82% und mehr [Quelle: Swiss-Inox]. So bleiben die wertvollen Elemente erhalten.
 
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Was ist gemeint mit Chromstahl, Chrom-Nickel-Stahl?
 
Chromstahl ist ein Stahl der beim Legieren von Eisen mit Chrom entsteht. Zu unterscheiden vom Chrom-Nickel-Stahl bei dem auch Nickel dazu legiert ist. Im sprachlichen Umgang wird für Chrom-Nickel-Stahl, der Einfachheit halber, oft der Name Chromstahl verwendet.

Durch Legieren von Eisen mit verschiedenen Anteilen von Chrom, Nickel und weiteren Elementen, wie z.B. Molybdän, Titan, Niob, zur Eisen-Basis entstehen neue chemische Zusammensetzungen sog. "korrosionsbeständige" Stahl-Legierungen, auch hochlegierte Edelstähle genannt. Die Legierungen haben unterschiedliche Korrosionbeständigkeit gegenüber der Umgebung, Säuren und Laugen. Durch die verschiedenen chemischen Zusammensetzungen ändern sich auch die Wärmebeständikeit und Festigkeiten der Werkstoffe.
Je nach Anwendung werden unterschiedliche Werkstoffe verwendet.


Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind:

CNS (Abkürzung für Chrom-Nickel-Stahl), Edelstahl, INOX, VA, V2A, V4A , wobei diese Namen keine eindeutigen Legierungs-Zusammensetzungen benennen.


Werkstoff Beispiele:

Der viel verwendete Chrom-Nickel-Stahl mit der Werkstoffnummer EN 1.4301 hat im wesentlichen die chemische Zusammensetzung von ca. 18% Chrom, 8-10% Nickel und Eisen. Der etwas aussagekräftigere Werkstoffname dazu ist nach EN X5CrNi18-10, was deutlicher auf die Legierungszusammensetzung schliessen lässt, als die Werkstoffnummer. Nicht mehr ganz aktuell, aber immer noch im Gebrauch ist die Bezeichnung V2A für diesen Werkstoff.

Ein legierter Stahl mit erhöhter Säurebeständigkeit wäre z.B. der Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl (manchmach auch V4A-Stahl genannt) mit der Werkstoffnummer EN 1.4401. Auch hier lässt der Werkstoffname  EN X5CrNiMo17-12-2, analog wie oben erwähnt, auf die Zusammensetzung der Legerung schliessen.


Viele weitere Informationen zu hochlegierten Edelstählen unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rostfreier_Stahl
http://www.swissinox.ch
http://www.edelstahl-rostfrei.de


(EN = Euro-Norm)

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Welche Oberflächen gibt es für Chromstahl?

Unser Werksschliff

Bei unseren Chromstahl-Einrichtungen sind die Oberflächen der Objeh kte in der Regel in der Ausführung Werksgeschliffen 4N ausgeführt. Das ist ein feiner Nassschliff mit geringer Rauheit. Dadurch lassen sich Obeflächen gut reinigen. Das Aussehen hat je nach Betrachtungswinkel einen leichten Glanz, aber es entstehen auch Spiegelungen bei sehr flachem Betrachtungwinkel. Eine Eigenschaft, die optisch bei den meisten ähnlich geschliffenen Oberflächen auftritt. Werksgeschliffene Bleche wirken immer dezent und lassen bescheiden die Warmtöne der Umgebung reflektieren.

Andere Oberflächen

Andere geschliffene Oberflächen werden z.B. im Trockenschliff, in verschiedenen Körnungen, hergestellt. Dieses Verfahren führt zu rauheren Oberflächen. Das Aussehen ist dadurch matter,  lässt sich aber etwas schlechter reinigen.

Bandgeschliffene Oberflächen, zu denen die erwähnten gehören, haben in der Regel immer eine Richtung und eine bestimmte "Strichlänge". Daduch unterscheiden sich die Ausführungen je nach Hersteller nur unwesentlich bis sehr offensichtlich.

Nebst bandgeschliffenen Oberflächen sind auch Oberflächen mit Wirbelfinish bekannt. Auch matt vibriert genannt. Dabei wird die Oberfläche in kleinsten Kreisen unregelmässig überschliffen, was eine matte, gräuliche Oberfläche im Chromstahl ergibt. Die Rauheit ist dem verwendeten Schleifkorn entsprechend mittelfein bis leicht grob. Zum Reinigen etwas schlechter als Werksschliff 4N. Durch den matten, gräulichen Farbton lassen sich Verunreinigungen schlechter erkennen.

Bei den sogenannt gebürsteten Oberflächen liegen die Ausführungen teilweise beträchtlich auseinander. Wir verstehen darunter eine Obefläche die mit Polier-Bürsten nachbearbeitet wird. Bei diesem Vorgang wird die Oberfläche seidenmatt glänzend bis fast spiegelglänzend je nach Polierintensität. Solche Oberflächen können durchaus in der verarbeitenden Lebensmittel- oder chemischen Industrie Ihre Berechtigung haben, im Objektbereich sind sie zu vermeiden, da sie auf Grund unregelmässiger Spiegelungen sehr unruhig bis störend wirken können.

Dann gibt es noch hochglanz gewalzte Bleche. Deren Oberfläche kommt einem Spiegel sehr nahe. Die Oberfläche entsteht im Herstellungsprozess beim Walzen der Bleche und wird so ab Stahl-Werk geliefert. Die Glanzgrade können abweichen je nach Werk und Materialstärke.

Walzrohe Oberflächen sind bei Dünnblechen meist gebeizt nach dem Walzvorgang. Es entsteht eine gleichmässige matte, hellgraue Oberfläche bei solchen kaltgewalzten Dünnblechen. 2B ist die Bezeichnung für diese Ausführung.

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Lassen sich Chromstahl-Oberflächen gut reinigen?

Chromstahl-Oberflächen lassen sich in praktisch allen Fällen von Verschmutzung, welche bei bestimmungsgemässen Gebrauch auftreten, auf einfache Art reinigen. Auch Verschmutzungen durch Umwelteinflüsse können in der Regel wieder entfernt werden.
Je länger eine Substanz auf der Oberfläche haftet, um so schwieriger kann es sein, diese zu entfernen. Ungewollte Verungreinigungen sollen deshalb baldmöglichst beseitigt werden. In manchen Fällen kann eine regelmässige Reinigung angebracht sein.

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